Sanierung

Der Zweck der Sanierung eines Unternehmens besteht darin, das betreffende Unternehmen aus einer wirtschaftlich ungünstigen Lage herauszuführen und seine Weiterexistenz auf dem Markt zu sichern.

In der Regel sind sowohl Maßnahmen zur finanziellen Sanierung des Unternehmens, z.B. die Umwandlung von Fremdkapital in Eigenkapital, als auch Änderungsmaßnahmen innerhalb der betrieblichen Sphäre des Unternehmens, z.B. die Umstellung der Produktionsart oder der Handhabung des Einkaufs, notwendig. Ausgangspunkt für ein erfolgreiches Sanierungskonzept ist zunächst der Soll-/Ist-Vergleich. Dabei stellen wir vorab das Ist-Objekt, also das Unternehmen in seiner wirtschaftlich ungünstigen Lage dar und analysieren den gegenwärtigen Unternehmenszustand. Anschließend erfolgt eine individuell den Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens gerecht werdende Beurteilung der Sanierungsaussichten, das heißt, wir entwickeln eine Vorstellung davon, wie sich das Unternehmen in der Zukunft auf dem Markt darstellen wird und ob diese Vorstellung anhand einer Sanierung realisiert werden kann. Ist dies der Fall, erstellen wir ein umfassendes Sanierungskonzept, mit welchem es Ihrem Unternehmen gelingen wird, die wirtschaftlich ungünstige Lage zu überwinden und sich wieder auf dem Markt zu positionieren. Ferner ist im Rahmen der Sanierung zu prüfen, ob ein steuerlich anzuerkennender Sanierungsgewinn dargestellt werden kann. Ein solcher Sanierungsgewinn liegt nur dann vor, wenn alle Gläubiger ihre bestehenden Forderungen ganz oder zum Teil gegen das Unternehmen erlassen. In der Regel führt ein solcher Sanierungsgewinn auf Antrag zu einer Steuerstundung oder gar zu einem Steuererlass. Der Forderungsverzicht der Gläubiger wirkt sich zudem positiv auf das Bilanzbild aus, da dies zur Ausbuchung der entsprechenden Verbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz führt. Der Forderungsverzicht wird dabei regelmäßig in bedingter Form, das heißt gegen einen sog. Besserungsschein vereinbart. In diesem Fall lebt die Forderung des Gläubigers nach erfolgreicher Sanierung zwar wieder auf, trägt jedoch bis zu diesem Zeitpunkt zur Verbesserung des Bilanzbildes bei. Die steuerliche Behandlung des Verzichts richtet sich danach, ob die Forderung des Gläubigers werthaltig war oder nicht. Verzichtet der Gläubiger auf eine ganz oder teilweise werthaltige Forderung, so führt dies in Höhe der Werthaltigkeit zu einem steuerpflichtigen Ertrag beim Unternehmen. Ist der verzichtende Gläubiger gleichzeitig Gesellschafter der Kapitalgesellschaft und erfolgt der Verzicht aus gesellschaftsrechtlichen Gründen, wird dieser Ertrag in gleicher Höhe durch die dann gleichzeitig vorliegende verdeckte Einlage des Gesellschafters außerbilanziell kompensiert. Der Vorgang ist in diesem Fall bei der Gesellschaft steuerneutral. Im Besserungsfall ist hier das steuerliche Einlagekonto in Höhe der verdeckten Einlage wieder zu verringern. Die Zinsen, die im Besserungsfall in der beim Forderungsverzicht entstandenen Höhe auf die verzichtete Forderung gezahlt werden müssen, stellen ab dem Zeitpunkt der Wiedereinbuchung der Forderung Betriebsausgaben dar. Dies gilt auch für den Teil der Zinsen, der für den Zeitraum, in dem die Verbindlichkeit ausgebucht war, nachgezahlt werden muss.

 

An die Erstellung eines dementsprechenden Sanierungskonzeptes und die Durchführung der darauf basierenden Sanierung werden seitens der Finanzverwaltung hohe Anforderungen gestellt, so dass hier nur Experten mit entsprechendem fachübergreifendem Wissen tätig werden sollten. In diesem Bereich sind wir mit unserem Team, welches in der Steuerberatung, der Rechtsberatung und der Wirtschaftsberatung tätig ist, gut aufgestellt.

 

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