Rechtsformwahl

Die Besteuerung von Betrieben hängt zunächst von der gewählten Rechtsform ab.

Dies sollten Sie sich bereits zu Beginn Ihrer Existenzgründung vor Augen führen, obwohl eine Umwandlung der von Ihnen gewählten Rechtsform in eine andere, für Sie steuerlich günstigere, in den Grenzen des Umwandlungssteuergesetzes auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein kann. Welche Rechtsform für Sie geeignet ist, hängt von Ihren unternehmerischen Plänen ab.

 

Dies beginnt bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) mit der einfachen Erwerbsgesellschaft unter Handwerkern oder der sich formierenden Grundstücksgesellschaft, die für Zwecke des Erwerbs, der Bebauung und Vermietung eines Grundstücks gegründet wird. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit bei der GbR ist die Gründung und Beratung von Freiberufler-Gesellschaften. Alternativ zur GbR steht den freien Berufen als Rechtsform auch die Partnerschaftsgesellschaft mit der Möglichkeit zur Haftungsbeschränkung bei Schäden basierend auf fehlerhafter Berufsausübung zur Verfügung. Soweit ein Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert und eine Haftungsbeschränkung nicht im Vordergrund steht, jedenfalls nicht bei allen Gesellschaftern, kommt die OHG oder die KG in Betracht. Letztere ist auch die am häufigsten anzutreffende Rechtsform einer Familiengesellschaft, bei der schon frühzeitig die Kinder am Unternehmen beteiligt werden können, ohne dass sie für die Gesellschaft auch tätig sein müssen.

 

Bei den Kapitalgesellschaften steht die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) im Vordergrund. Sie kann zu jedem zulässigen Zweck gegründet werden, auch als Einpersonengesellschaft. Seit dem 01.11.2008 ist auch die Gründung einer sog. Mini-GmbH möglich, die das Gesetz als Unternehmergesellschaft bezeichnet (§ 5a GmbHG) und den Klammer-Zusatz „haftungsbeschränkt“ führen muss. Diese UG kann zwar mit einem Stammkapital von nur 1 Euro gegründet werden, muss aber von den künftigen Gewinnen, die bei einer solchen „Kapitalausstattung“ auch geboten sind, jeweils 25% in eine Rücklage einstellen bis das Mindest-Stammkapital iHv 25.000 Euro erreicht ist.

 

Bei der Aktiengesellschaft (AG) ist der Kapitalschutz zugunsten der Gläubiger noch weiter ausgeprägt, was sich insbesondere in der gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagenbildung ausdrückt. Wenn eine Kapitalgesellschaft aus den genannten Gründen nicht in Frage kommt, dennoch aber eine Haftungsbeschränkung erwünscht ist, ist die GmbH & Co. KG (sog. Mischform, auch Kapitalgesellschaft & Co.) die richtige Rechtsform.

 

Nutzen Sie unser Wissen und unsere langjährige Erfahrung zu Ihrem Vorteil und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin in unserer Kanzlei.

 

Für Interessierte stellen wir eine ausführlichere Abhandlung zur Rechtsformwahl im Gesellschaftsrecht im Downloadbereich zur Verfügung.

 

 

KONTAKT

Mo.-Do. von 8-17 Uhr | Fr. von 8-15:30 Uhr
+49 (0) 911 / 21 47 47 - 0

Kanzlei Neumüller & Partner GbR
Oberer Bergauerplatz 1
90402 Nürnberg

Tel.: 0911 / 214747 -0
Fax : 0911 / 214747 -20

E-Mail: info@neumueller-partner.de